Geodateninfrastruktur Niedersachsen (GDI-NI) Niedersachen klar Logo

Technische Anforderungen

Aus technischer Sicht werden Metadaten ISO-konform als XML-Dokument (eXtensible Markup Language) aufgebaut. Grundsätzlich richtet sich der Aufbau der Metadaten nach der ISO 19115 für Metadaten zu Geodaten und der ISO 19119 für Metadaten zu Geodiensten. Diese Normen werden gemäß der Technical Guidance für Metadaten in der jeweils aktuellen Fassung konkretisiert.

Der Arbeitskreis Metadaten der GDI-DE legt auf Basis der Technical Guidance weitere Konventionen für die Geodateninfrastruktur Deutschland fest, die dazu führen, dass eine Geodatenrecherche sich für den Nutzer einfacher gestaltet und dass Geodaten schneller gefunden werden. Grundsätzlich gilt, dass INSPIRE Metadaten gemäß der Technical Guidance für Metadaten zu erstellen sind. Für die GDI-DE ergeben sich ggf. weitere Anforderungen, die im Konventionen-Dokument hinterlegt sind. Sämtliche Metadaten sollten die Anforderungen der GDI-DE erfüllen.


Daten-Service-Kopplung

Tragendes Element der verbesserten Recherchefunktionalität bildet die Daten-Service-Kopplung. Durch die Daten-Service-Kopplung werden verschiedene Verbindungen zwischen den Geodatenressourcen und Metadaten geschaffen, indem bestimmte Identifikatoren bei Daten, Diensten und Metadaten in Wechselwirkung genutzt werden, um eine technische Verbindung zwischen ihnen her zu stellen.

Jede Geodatenressource besitzt einen eindeutigen Identifikator, der sich im Metadatensatz wiederfindet. Greift ein Dienst auf einen Geodatensatz zu, so findet sich der Identifikator für den zugehörigen Daten-Metadatensatz im GetCapabilities-Dokument des Dienstes. Der Metadatensatz des Dienstes weist hingegen darauf hin, auf welche Geodatensätze er zugreift. Aber auch der Dienst selbst besitzt über das GetCapabilities-Dokument einen Identifikator, der wiederum in seinem Metadatensatz genannt wird.

Dieses komplexe Geflecht von Beziehungen ist im Leitfaden „Daten-Service-Kopplung in Niedersachsen“ beschrieben. Der Leitfaden berücksichtigt dabei die vereinbarten Konventionen in der GDI-DE, enthält jedoch zusätzlich weitere Hinweise, die Sie für die technische Gestaltung Ihrer Metadaten aufnehmen können, um der Anforderung nach Interoperabilität Ihrer Geodatenressourcen innerhalb der GDI-DE bestmöglich nachzukommen.


Mehrsprachigkeit und Anforderungen im Sinne eines Semantic Web

Beim Aufbau von Metadaten ist darauf zu achten, dass die Metadaten im Sinne eines Semantic Web mehrsprachig interpretierbar angelegt werden. Aus diesem Grunde sind für Schlagwörter Thesauri zu hinterlegen. Feststehende Werte sind im Rahmen der zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten aus Codelisten zu beziehen.


GDI-DE Testsuite

Für den Test der von Ihnen erstellten Metadaten verwenden Sie bitte die GDI-DE Testsuite und den ETF Validator der EU. Die GDI-DE Testsuite dient der Entwicklung und Bereitstellung einer zentralen Testplattform zur automatischen Prüfung der Konformität von Geodaten und Geodatendiensten. Berücksichtig werden nationale und internationale Standards sowie die Vorgaben der europäischen INSPIRE-Richtlinie. Der ETF Validator stellt sicher, dass die Metadaten zumindest sämtliche INSPIRE-Anforderungen erfüllen. Die Links zu den Testwerkzeugen finden Sie nebenstehend.

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