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Bereitstellen für OpenData

Beim Bereitstellen von Geodatenressourcen für Open Data wird deutlich, dass sich die technischen Welten der Geodaten und der übrigen Verwaltungsdaten stark unterscheiden: Die Geodaten-Welt fügt sich bisher nicht nahtlos in die Welt des WWW ein. In den kommenden Jahren wird sie sich daher stärker als bisher an der originären Welt des WWW orientieren, um eine leichtere Verfügbarkeit der räumlichen Daten zu gewährleisten.

Geodaten und Geodatendienste werden mit Metadaten beschrieben, die auf den ISO-Normen basieren. Weitere offene allgemeine Verwaltungsdaten werden über DCAT-Metadaten auffindbar gemacht. DCAT ist ein Standard des W3C (World Wide Web Consortium) und damit im Gegensatz zu den ISO-Standards ein originärer Bestandteil des WWW:

“The World Wide Web (WWW, or simply Web) is an information space in which the items of interest, referred to as resources, are identified by global identifiers called Uniform Resource Identifiers (URI).” (Quelle: https://www.w3.org/Help/#webinternet)

Zwischen beiden Welten gibt es jedoch Gemeinsamkeiten, denn auch im Geodatenbereich sind URIs von großer Bedeutung. Auch werden Metadaten, unabhängig von ihrem Inhalt, mit Hilfe eines Harvesting-Prozesses über Schnittstellen bereitgestellt und können so gesammelt und über Oberflächen recherchiert und präsentiert werden. Auch im INSPIRE Geoportal sollen OpenData Geodaten präsentiert werden.


GovData - Open Data Portal für Deutschland

Die Anlaufstelle für Open Data Informationen in Deutschland ist das GovData-Portal. Hier sind nicht nur allgemeine Verwaltungsdaten zu finden, sondern auch Geoinformationen aller Art. Der Betrieb des GovData Portals erfolgt unter Federführung der Geschäfts- und Koordinierungsstelle GovData bei der Finanzbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg in Ihrer Eigenschaft als Betreiberin des GovData Datenportals des Bundes.

Kurz vor Jahresende 2019 begann die Geschäfts- und Koordinierungsstelle GovData damit, sämtliche Geoinformationen aus der CSW-Schnittstelle des Geodatenkatalog.de abzurufen und in das intern benötigte Metadatenformat DCAT-AP.de zu transformieren. DCAT-AP.de ist eine deutsche Ausprägung des weltweit gültigen Standards DCAT und wird federführend ebenfalls von der Koordinierungsstelle GovData betreut und weiter entwickelt.


Anforderung an ISO-Metadaten

Die Transformation der ISO-Metadaten in DCAT-Metadaten geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem GDI-DE AK Metadaten. Ziel ist es, die oft sehr komplexen Geodaten-Beschreibungen ohne einen gravierenden Inhaltsverlust in das DCAT-Format zu wandeln, welches grundsätzlich weniger Informationen fassen kann, als in den ISO-Metadaten der Geodatenwelt vorzufinden sind.

Geodaten und Geodatendienste, die unter Open Data Gesichtspunkten der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, sind im ISO-Metadatensatz mit dem definierten Schlagwort „opendata“ ohne Angabe eines Thesaurus gekennzeichnet. Ferner wird auf eine Nutzungsbedingung verwiesen, der die Geodaten oder der der Geodatendienst unterliegt. Bei der Nutzungsbedingung handelt es sich um eine anerkannte OpenData-Lizenz, auf die mit Hilfe einer Codeliste verwiesen wird. Die genauen technischen Anforderungen an die zu transformierenden Open Data ISO-Metadaten sind im GDI-DE Architekturdokument „Konventionen zu Metadaten“ hinterlegt. Den Anweisungen ist zu folgen, sofern eine Bereitstellung über das GovData Portal angestrebt wird.


Niedersachsen derzeit ohne Beteiligung an GovData

Für das Bundesland Niedersachsen ist die Bereitstellung von ISO-Metadaten für Geoinformationen aktuell die einzige Möglichkeit, OpenData-Informationen in das GovData-Portal zu transferieren. Eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung, die auch das direkte Bereitstellen von Metadaten für GovData über eine CKAN-Schnittstelle zulässt, wurde bisher vom Land Niedersachsen nicht unterzeichnet.

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