Geodateninfrastruktur Niedersachsen (GDI-NI) klar

Newsletter 1/2017 vom 22. Mai 2017

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Ergebnisse des INSPIRE Monitoring für das Berichtsjahr 2016 sind auf dem Weg in Richtung Europäische Kommission. Durch erhöhte Anforderungen in Bezug auf das Vorhandensein von Metadaten, hat die Anzahl der 2016er Meldungen an INSPIRE identifizierten Daten und Diensten ohne vorhandene Metadaten abgenommen. Die Qualität und Anzahl der gemeldeten Metadaten steigerte sich. Um das gute Ergebnis weiter zu verbessern, müssen die Bemühungen die INSPIRE Richtlinie in der Fläche umzusetzen fortgesetzt werden.

Positiv ist zu bewerten, dass sich diejenigen, die sich aktiv in den Prozess einbringen möchten, durch Daten-Plattformen wie CODE-DE und Diskussionsplattformen wie joinup, YouTube, Webinare oder vor-Ort-Veranstaltungen weitaus besser informieren können, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. In diesem Zusammenhang zu nennen ist auch das European Interoperability Framework, welches die abgestimmte Entwicklung von eGovernment in Europa bündeln wird.

Ein persönlicher Austausch zum Thema INSPIRE ist dieses Jahr auf der von Deutschland und Frankreich gemeinsam ausgerichteten INSPIRE Konferenz in Kehl und Straßburg möglich. Nutzen Sie die diesjährige Nähe des Veranstaltungsortes und nehmen Sie teil. Vielleicht wird auch ein Vortrag der Koordinierungsstelle GDI-NI ins Programm aufgenommen. Oder Sie reichen noch bis zum 28. Mai 2017 einen Beitrag ein?

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!


INSPIRE Monitoring Niedersachsen - Berichtsjahr 2016

In Niedersachsen liegen Dank zunehmender Aktivitäten mehr Geodaten und Geodatendienste mit beschreibenden Metadaten vor als noch im Vorjahr. Das Ergebnis für Deutschland wird jährlich bis zum 15. Mai an die Europäische Kommission übermittelt und im Geoportal.de veröffentlicht.

GDI-NI Monitoring 2016

Bildrechte: GDI-NI




Die nebenstehende Abbildung zeigt die breite Abdeckung der Bereitstellung mit konformen Metadaten der Landkreise in Niedersachsen.



Machen Sie sich selbst ein Bild über die gemeldeten Daten und Dienste unter: http://www.geoportal.de/monitoring2016/

INSPIRE Technical Guidance zu WCS, SOS/FE und OS/SWE

Für das Erstellen von INSPIRE-Downloaddiensten sind im Dezember 2016 die neuen INSPIRE Technical Guidance Dokumente für Web Coverage Service (WCS), Sensor Observation Service (SOS) und Filter Encoding (FE), sowie die Guidelines für Oberservation & Measurements (OS) und Sensor Web Enablement (SWE) erschienen:
http://www.geodaten.niedersachsen.de/inspire/gesetze/


INSPIRE Technical Guidance zu Metadaten

Ebenso ist im Dezember bzw. März eine neue Ausgabe der Technical Guidance for metadata based on ISO/TS 19139:2007 erschienen. Betreiben Sie einen eigenen Catalogue Service Web (CSW) oder erstellen Sie skriptbasiert Metadaten, berücksichtigen Sie bitte innerhalb der nächsten drei Jahre die Vorgaben des Dokumentes. Das GDI-DE Konventionen-Papier zu Metadaten ist in Überarbeitung.

Technical Guidance Dokumente: http://www.geodaten.niedersachsen.de/inspire/gesetze/


European Interoperabilitity Framework (EIF)

Am 23. März 2017 wurde von der Europäischen Kommission das übergreifende Interoperability Framework für den Bereich der Öffentlichen Verwaltung ins Leben gerufen. Das GDI- und INSPIRE-Umfeld sieht vor allem auf der Ebene Technik eine Interoperabilität vor. Das EIF-Konzept weitet den Interoperabilitätsbegriff jedoch zusätzlich auf die Ebenen Recht, Organisation und Semantik aus. Die EU hofft dadurch eine einheitliche Entwicklung im Hinblick auf ein EU-weites eGovernment angemessen zu fördern.

Informationen: http://inspire.ec.europa.eu/news/new-european-interoperability-framework-eif

Direkt zum EIF: https://ec.europa.eu/isa2/eif


XPlanung - Datenaustausch in der Raumordnungsplanung (MORO)

Der Standard XPlanung und damit das aktuelle Objektartenmodell XPlanGML 4.1 werden seit Ende 2011 direkt vom IT-Planungsrat koordiniert. Während der Standard in der kommunalen Bauleitplanung seit Jahren fest etabliert ist, wird nun erstmalig auch ein deutschlandweiter Austausch von Raumordnungsdaten ermöglicht. Mit Hilfe der entwickelten Software können Raumordnungsdaten durch die entwickelten Transformationsvorschriften deutschlandweit in XPlanGML und in das INSPIRE-Datenmodell „Bodennutzung" überführt werden. Alle Informationen zum Projekt finden Sie unter der URL:
http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/MORO/Studien/2014/XPlanung/01-start.html?nn=1384512 (Bitte unten rechts auf den Button „>" klicken.)

EPSG:3857 (WGS84 / Pseudo-Mercator) - "Google-Projektionssystem"

Geodaten erfreuen sich durch den zunehmenden Einsatz von mobilen Medien-Vielfaltgeräten einer immer größer werdenden Beliebtheit. Gleichzeitig wächst in der Bevölkerung das Bewusstsein für die besondere Bedeutung von „amtlichen" Geodaten. Aus diesem Grunde möchten wir alle geodatenhaltenden Stellen in Niedersachsen bitten, Ihre Dienste basierten Geodaten zusätzlich in dem im allgemeinen Sprachgebrauch als "Google-Projektionssystem" bekannten EPSG:3857 (WGS84 / Pseudo-Mercator) zur Verfügung zu stellen.

Damit werden auch in zahlreichen Apps Ihre amtlichen Daten passgenau und lagerichtig dargestellt. Unter der folgenden URL finden Sie die Liste aller gängigen Projektionssysteme weltweit: http://www.epsg-registry.org/


Änderung des Baugesetzbuches 2017

Das Baugesetzbuch (BauGB) ist die wichtigste Rechtsquelle des Städtebaurechts. Das „Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie 2014/52/EU im Städtebaurecht und zur Stärkung des neuen Zusammenlebens in der Stadt" wurde am 4. Mai 2017 beschlossen und ändert das Baugesetzbuch. Dies Gesetz dient der Anpassung an die geänderte UVP-Richtlinie (Umweltverträglichkeitsprüfung).

Besonders die neuen Anforderungen zum Umgang mit Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen berühren das Geodatenmanagement.
http://www.bmub.bund.de/themen/stadt-wohnen/staedtebaurecht/details-staedtebaurecht/artikel/gesetz-zur-umsetzung-der-richtlinie-201452eu-im-staedtebaurecht-und-zur-staerkung-des-neuen-zusammenlebens-in-der-stadt/


Open source-Lösungen für eGovernment: Open ePlatform

Die Open source observatory ist eine Community auf der EU-Plattform joinup, die sich zum Ziel gesetzt hat, eGovernment-Lösungen auf der Basis von OpenSource zu entwickeln und für Dritte nutzbar zu machen. Angeboten wird die Open ePlatform, mit deren Hilfe zahlreiche Aufgaben der digitalen Verwaltungsführung in der Planungs- und Bautätigkeit gelöst werden können. joinup Open source observatory: https://joinup.ec.europa.eu/community/osor/home

Software Open ePlatform: https://joinup.ec.europa.eu/community/osor/case/open-eplatform-open-platform-building-digital-government-services?


Open Government Partnership - Nationaler Aktionsplan

Auf die Frage, wie Verwaltungsprozesse nachvollziehbar und offen gestaltet werden können, gibt es seit dem 23. März 2017 270 konkrete Antworten. Es liegt nun bei der Bundesregierung, die Vorschläge für den ersten nationalen Aktionsplan 2017-19 in Betracht zu ziehen und in konkretes Regierungshandeln umzusetzen.Open Government Partnership: https://opengovpartnership.de/

EUMETSAT - Satellitengestützte Wetter- und Klimabeobachtung

Die Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten hat am 31. März 2017 Meteosat-7 (Meteosat First Generation) außer Betrieb genommen. Meteosat-7 beschließt eine Reihe seit 1977 im All befindlicher geostationärer Satelliten zur Wettervorhersage. An seine Stelle treten neue Systeme wie Sentinel-3, die im Rahmen von Copernicus Daten liefern.
EUMETSAT: http://www.eumetsat.int/website/home/Satellites/CurrentSatellites/index.html


Copernicus „Europe´s eyes on Earth"

Durch den erfolgreichen Start von Sentinel-2B am 07. März 2017 stehen jetzt insgesamt 13 Spektralkanäle, aufgenommen aus einer Höhe von 786 km über der Erde mit einem Sichtfeld von 290 km und mit einer zeitlichen Abdeckung von nur fünf Tagen zur Verfügung. Sie ergänzen die bisherigen Landsat und Spot-Missionen. Die ESA (European Space Agency) informiert unter
http://www.esa.int/Our_Activities/Observing_the_Earth/Copernicus/Sentinel-2/Introducing_Sentinel-2.

Die Europäische Kommission, Eigentümerin der Copernicus-Satelliten, wird drei Jahre in Folge im Rahmen des „Copernicus Incubation Programme" 60 start-ups finanziell fördern, um den Nutzen von Copernicus-Daten voran zu bringen. Der erste Jahrgang an Bewerberinnen für die Förderung wird derzeit bewertet. Infos erhalten Sie unter http://www.copernicus.eu/news/european-commission-launches-copernicus-incubation-programme. Ferner sind vom 01.April bis zum 30. Juni 2017 erneut die Copernicus Masters ausgeschrieben. Gesucht werden innovative Ideen: http://www.copernicus-masters.com/

Um geordnet nach Themenfeldern einen Überblick zu den vielfältigen bestehenden Anwendungsmöglichkeiten der Copernicus-Daten zu erhalten, werfen Sie am besten einen direkten Blick auf die Copernicus-In-Situ Webseite:http://insitu.copernicus.eu/news/ und lernen Sie mehr zum Copernicus Landdienst durch die neuen Trainings- und Informationsvideos im YouTube-Channel "Land Monitoring Service":
https://www.youtube.com/watch?v=M17lQo5LidA&list=PLNxdHvTE74Jz19pXbL9yK6HuJ90b29Lb


Nationale Copernicus Zugangsplattform CODE-DE

Wie angekündigt ist die Copernicus Data and Exploitation Platform-Deutschland CODE-DE unter Federführung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in Betrieb genommen worden. Nutzer können sich bereits registrieren, um Zugriff auf die frei verfügbaren Daten und Dienste der Sentinel-Satellitenreihe zu erhalten. Zugangsplattform CODE-DE: https://code-de.org/

Veranstaltungshinweise

Vorträge der GDI-NI

Im Rahmen einer Veranstaltung des Seminarprogramms der Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure in Niedersachsen (vsvi) stellte die Koordinierungsstelle im Ausbildungszentrum in Mellendorf INSPIRE vor. Im Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz stand die gemeinschaftliche Dienste-Bereitstellung von Ressorts der Landesverwaltung im Mittelpunkt. Die Stadt Wilhelmshaven lud nicht nur die Koordinierungsstelle, sondern auch benachbarte Landkreise zum Thema INSPIRE ein. In der Gemeinde Wennigsen am Deister und beim Landkreis Vechta standen die Geodateninfrastruktur und die INSPIRE-Umsetzung im Vordergrund. Ebenso initiierte die Stadt Goslar ein erstes Treffen für die Städte, Gemeinden sowie den Landkreis Goslar zur gemeinsamen INSPIRE-Umsetzung. Die Landeshauptstadt Hannover informierte sich über Bereitstellungszenarien von INSPIRE- und OpenData-Metadaten für Geodaten und Geodatendienste. Der Landkreis Emsland organisierte eine systematische Telefonberatung für die Metadatenerfassung durch die Städte und Gemeinden im Landkreis. Eine gemeinschaftliche Umsetzung von INSPIRE ist im Landkreis Emsland angedacht.

Wenn auch Sie spezielle Fragen haben, die Sie im Rahmen einer Veranstaltung gemeinsam mit uns diskutieren möchten, richten Sie Ihre Anfrage bitte per E-Mail an unser zentrales Postfach gdi@lgln.niedersachsen.de oder rufen Sie uns unter Tel. 0511/64609-444 an und erkundigen Sie sich nach einem Termin.


FOSSGIS 2017 (Passau) -Nachlese

65 Vorträge zu den Themen OpenStreetMap, QGIS, Webmapping, Lizenzen, Serverlösungen, Satellitenbildern u. a. wurden auf der FOSSGIS 2017 in Passau gehalten. 152 Teilnehmer/innen besuchten die angebotenen 17 Workshops. Wer nicht mit dabei sein konnte, kann sich einzelne Vorträge über YouTube anschauen oder OpenSource-Lösungen am eigenen Rechner mit Hilfe der Linux Live-CD testen.

FOSSGIS-Nachlese: https://www.fossgis.de/node/294

YouTube Channel: https://www.youtube.com/user/fossgis

OSGeo-Live: https://live.osgeo.org/


Geospatial Sensor Webs: 28.-30. August (Münster)

Wenn es um die Beobachtung der Erde und der dort ablaufenden Prozesse geht, stehen eine ganze Reihe von Sensoren zur Verfügung, die fortwährend den Zustand der Hydrologie beschreiben, die Messungen von Umweltschadstoffen oder des Verkehrsflusses vornehmen oder das effiziente Katastrophenmanagement unterstützen. Dem wichtigen Punkt, diese Daten nicht nur zur Verfügung zu stellen, sondern daraus hilfreiche Geoinformationen zu generieren, widmet sich die Konferenz „Geospatial Sensor Webs - from data to information in the Sensor Web" vom 28. bis 30. August in der FOM Hochschule, Hochschulzentrum Münster: http://52north.org/about/other-activities/conferences/gsw-2017/conference-2017


INSPIRE-Conference 2017 in Kehl und Strasbourg

Vom 04. bis 08. September 2017 findet die INSPIRE-Konferenz unter dem Motto „INSPIRE a digital Europe: Thinking out of the box" in Kehl, Deutschland und Strasbourg, Frankreich statt: http://inspire.ec.europa.eu/conference2017

Die Frist für die Abgabe von Beiträgen für Workshops, Poster und thematischen Vorträgen wurde bis zum 28. Mai 2017 verlängert. Reichen Sie die Vorschläge bitte online ein: http://inspire.ec.europa.eu/conference2017/call-for-submissions


INSPIRE - What if...?

Wenn INSPIRE heute noch einmal erfunden würde, was machten wir anders? Dieser Frage ging am 23. März ein Workshop im Rahmen des 102. OGC TC meeting in Delft nach. Führende Experten aus den Bereichen Standardisierung, Geodatenverarbeitung, Datenmodellierung und Geo-Softwareentwicklung hatten die Möglichkeit, ihre Vision einer zukunftsorientierten GDI zu präsentieren. Alle Kurzfassungen der zukunftsweisenden Vorträge finden Sie unter http://inspire.ec.europa.eu/events/what-if-workshop


__________________________________________________________________________


Wenn Sie unsere Leser oder die Leser des GDI-DE Newsletters über interessante Themen rund um die GDI in Niedersachsen informieren möchten, dann melden Sie sich bei der Koordinierungsstelle GDI-NI.

Haben Sie Fragen zur Geodateninfrastruktur Niedersachsen?
Sind Geodaten, die Sie benötigen, nicht über das Geodatenportal zu finden?

Dann schreiben Sie uns eine E-Mail mit Ihren Wünschen und Anregungen an
gdi@lgln.niedersachsen.de.


Mit freundlichen Grüßen

Ihre Koordinierungsstelle GDI-NI

beim

beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN)

Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) Landesvermessung und Geobasisinformation -Landesbetrieb-
Podbielskistraße 331
30659 Hannover

Telefon: +49 511 64609-444
Telefax: +49 511 64609-161
E-Mail: gdi@lgln.niedersachsen.de


Geodateninfrastruktur Niedersachsen (GDI-NI)

Über folgenden Link können Sie den Newsletter im pdf-Format downloaden.

22.05.2017

Artikel-Informationen

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln