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Geodateninfrastruktur Niedersachsen (GDI-NI)

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Was ist Geodateninfrastruktur (GDI) ?
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Geodateninfrastruktur Niedersachsen (GDI-NI)
Links:
 
Geodaten
Metadaten
GDI-DE
INSPIRE
Amtsblatt der Europäischen Union:
 
Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft (INSPIRE)
PDF, 114 KB
Fachtagungen:
 
Fachtagung "Geodateninfrastruktur / AFIS®-ALKIS®-ATKIS®-Projekt / Kommunales PortalU" 2007
Fachtagung "Geodateninfrastruktur / AFIS®-ALKIS®-ATKIS®-Projekt" 17./18.05.2006
Berichte:
Geodateninfrastruktur und Geodatenportal Niedersachsen - Stand der Realisierung 02/09
PDF, 394 KB
Geodatenportal Niedersachsen - Hinweise zu Inhalten, Navigationsstruktur und Redaktion; Stand der Realisierung 02/08
PDF, 333 KB
Geodatenportal Niedersachsen - Hinweise zu Inhalten, Navigationsstruktur und Redaktion; Stand der Realisierung 02/07
PDF, 366 KB
Was ist Geodateninfrastruktur (GDI) ?

Ausgehend von der Initiative INSPIRE (INfrastructure for SPatial InfoRmation in Europe) für den Aufbau einer  europäischen Geodateninfrastruktur,  wurde in der Bundesrepublik Deutschland die Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) ins Leben gerufen. Unter dem Dach der GDI-DE werden alle Aktivitäten der länderbezogenen GDI-Initiativen geordnet zusammengeführt.  Für Niedersachsen ist zu diesem Zweck die Koordinierungsstelle Geodateninfrastruktur Niedersachsen (GDI-NI) eingerichtet worden.

Ziel der Geodateninfrastruktur-Initiativen ist es, eine Infrastruktur zur wirtschaftlichen Gewinnung, Auswertung und Anwendung von räumlichen Daten zu schaffen. Beteiligt sind daran Datenanbieter, Datennutzer sowie Software- und Dienstehersteller. Die GDI fördert zudem den Wissenstransfer bezüglich der geltenden und verwendeten Standards- und Normen im Bereich der Geodaten zwischen den Akteuren.

GDI umfasst Geodaten, Netzwerke, Dienste und Standards:

Geodaten ist ein Sammelbegriff für Geobasisdaten, Geofachdaten und Metadaten.

Geobasisdaten sind notwendige Basisinformationen zur raumbezogenen Abbildung von Geofachdaten. Sie sind die grundlegenden Geodaten, die die Landschaft (Topografie), die Grundstücke und die Gebäude in einem einheitlichen Bezugssystem beschreiben. Sie werden von der Vermessungs- und Katasterverwaltung erhoben und bereitgestellt.

Geofachdaten sind fachbezogene Daten, wie z.B. Umweltinformationen, die einen Ortsbezug haben. Sie werden von den Fachverwaltungen der Länder und des Bundes, aber auch durch Kommunen und weitere Datenproduzenten in Wirtschaft und Wissenschaft erhoben und geführt.

Metadaten liefern Informationen über vorhandene Geobasis- und Geofachdaten. Sie dokumentieren und beschreiben diese, sind also Daten über Daten.

Neben den Geodaten braucht eine GDI Netzwerke, die den Datenaustausch verschiedener Server untereinander im Internet technisch ermöglichen. Netzwerke müssen offen sein und den Austausch zwischen den beteiligten Systemen sowie den Zugriff auf die im Netz verteilten Geodaten gewährleisten.

Damit der Kunde internetbasiert auf Geodaten zugreifen kann, sind herstellerunabhängige Dienste erforderlich. Diese zeigen ihm z.B. Kartenausschnitte in seinem Browser an, liefern ihm Hintergrundinformationen dazu, bieten Suchstrategien und Analysefunktionen an, prüfen seine Identität und Berechtigung auf Geodaten zuzugreifen und rechnen kostenpflichtige Daten ab.

Standards sind notwendig, um einen Austausch von Daten unterschiedlichster Anbieter sicher zu stellen. Sie regeln Inhalte zur Datenhaltung, zur Datenselektion, zu Verknüpfungsfunktionalitäten und zum Datentransfer. Standards werden nicht nur beim Aufbau der Geodateninfrastruktur Niedersachsen (GDI-NI) eingeführt, sondern haben auch bei der bundesweiten Initiative Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE), europaweit und darüber hinaus Gültigkeit.


INSPIRE (INfrastructure for SPatial InfoRmation in Europe)

Das Ziel von INSPIRE ist ein europaweites Verfügbarmachen von interoperablen / austauschbaren Geodaten zur Unterstützung der Europäischen Kommission bei der Formulierung, Umsetzung und Bewertung europäischer und nationaler Politikfelder mit Raumbezug. Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben zu diesem Zweck die Richtlinie 2007/2/EG vom 14. März 2007 zur Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft (INSPIRE) erlassen, die die Grundlage für die Einrichtung und den Betrieb einer europäischen Geodateninfrastruktur (European Spatial Data Infrastructure - ESDI) bildet.

Sichergestellt wird der Aufbau auf europäischer Ebene durch ein definiertes Beobachtungs- und Berichtswesen der nationalen Stellen für Geodateninfrastruktur an die Kommission. Den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union werden anhand der Richtlinie verbindliche Fristen zur Bereitstellung von Metadaten und Geodatensätzen vorgegeben, die in Deutschland von Bund, Ländern und Kommunen zu erfüllen sind. Die Bereitstellung von Geodaten zum Aufbau einer Geodateninfrastruktur folgt dabei technischen und inhaltlichen Vorgaben, die in von den Mitgliedsländern erarbeiteten Durchführungsbestimmungen so genau wie möglich spezifiziert werden.

Technisch unterschieden werden Suchdienste (CSW), Darstellungsdienste (WMS), Download Dienste (z.B. WFS, WCS auf Basis von FilterEncoding), Transformationsdienste (z.B. WCTS) und Dienste zum Abrufen von Geodatendiensten (SOAP, WSDL u.a.) sowie Geodaten, die momentan noch nicht als standardisierte Dienste bereitgestellt werden können. Die weitere Unterscheidung erfolgt anhand spezieller Themenbereiche (Anhang I bis III der Richtlinie). So ist thematisch zuerst das Augenmerk auf die Behandlung der geodätischen Grundlageninformation, dem Verkehr oder Umweltschutz zu richten. Die Themenfelder werden dann durch beispielsweise Bodenbedeckung und Geologie und noch später durch eine Vielzahl von Einzelthemen ergänzt, die nacheinander in der regionalen, nationalen und europäischen Geodateninfrastruktur zugänglich gemacht werden.


Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE)

Bei ihrer gemeinsamen Besprechung am 27. November 2003 in Berlin haben der Chef des Bundeskanzleramtes und die Chefs der Staats- und Senatskanzleien der Länder den gemeinsamen Aufbau der Geodateninfrastruktur in Deutschland beschlossen.

Dazu hat der Arbeitskreis der Staatssekretäre für eGovernment in Bund und Ländern mit seinem Beschluss am 28.Oktober 2004 die institutionellen Rahmenbedingungen festgelegt:

Zur fachpolitischen und konzeptionellen Steuerung der GDI-DE ist ein Lenkungsgremium eingerichtet worden, in dem alle Länder, der Bund und die kommunalen Spitzenverbände vertreten sind. Um das Angebot zielorientiert an der Nachfrage nach Geoinformationen auszurichten, ist neben dem Lenkungsgremium GDI-DE für die Nachfrageseite die GIW (Geoinformationswirtschaft) -Kommission institutionalisiert worden, in dem maßgebliche Repräsentanten der Geoinformationswirtschaft vertreten sind.

Vorrangige Ziele der GDI-DE sind:

  • der Aufbau eines bundesweiten, offenen Geodatennetzwerks mit der Möglichkeit, auf Geodaten, Metadaten und Dienste zugreifen zu können,
  • die Optimierung der Bezugs- und Abgabebedingungen für Geodaten sowie
  • das Umsetzen von Standards und Normen sowie semantischen Modellen und Regeln.

Die Standardisierungsaktivitäten sollen deutschlandweit koordiniert werden. Ziel ist die verbindliche Festlegung von deutschlandweiten Applikationsprofilen für Geodaten, um sie in die europäische Standardisierung einzubringen.


Geodateninfrastruktur Niedersachsen (GDI-NI)

Die Landesregierung hat am 29.11.2005 beschlossen, den Aufbau der Geodateninfrastruktur Niedersachsen (GDI-NI) zu realisieren. Die strategische Koordinierung liegt beim Lenkungsausschuss GDI-NI, in dem neben allen Ressorts auch die kommunalen Spitzenverbände, die Wirtschaft und die Wissenschaft vertreten sind. Als Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Geodateninfrastruktur wurde die Koordinierungsstelle GDI-NI beim Landesbetrieb Landesvermessung und Geobasisinformation Niedersachsen (LGN) eingerichtet.

 

Aufbau der Geodateninfrastruktur Niedersachsen (GDI-NI)
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