Geodateninfrastruktur Niedersachsen (GDI-NI) klar

Bezug von Geodaten

Ob der Nutzer mit lokalen Daten oder „on-the-fly" mit Daten aus einer OGC-Schnittstelle arbeitet, ist abhängig von der Aufgabenstellung.

Sofern Fachdaten an einen Grunddatenbestand modelliert werden, werden häufig unveränderte Grunddaten über eine bestimmte Zeitspanne hinweg benötigt. Bei anderen Projekten müssen Sachverhalte im Hinblick auf weitere aktuelle räumliche Informationen überprüft und analysiert werden. Beides können Sie mit der herkömmlichen Bestellung von Geodaten über E-Mail oder Telefon erledigen, beides kann jedoch ebenso per Anfrage (Request) auf einen OGC-Dienst erfolgen. OGC-Dienste sind zuverlässig rund um die Uhr verfügbar und arbeiten mit einer hohen Performance, wenn Sie eine Antwort (Response) abgeben.


Kurzfristiges Betrachten von Geodaten aus Darstellungsdiensten

Bei einem temporären und kurzfristigen Zugriff auf Geodaten, die nicht weiter bearbeitet werden sollen, ist die Nutzung einer WMS-Schnittstelle angebracht. Trotzdem muss ein Nutzer sich immer bewusst sein, dass der Zugriff auf entfernte Daten über eine XML-basierte Schnittstelle stets langsamer ist, als der direkte Zugriff auf lokale Daten. Die Auswahl des korrekten Datenformates und die Auswahl einer ausreichend kleinen Bildgröße zum betrachten der Daten ist daher entscheidend für die Geschwindigkeit, mit der mit Hilfe eines Kartenviewers nahtlos durch das Kartenbild eines Darstellungsdienstes navigiert werden kann.

Der Datentransfer kann deutlich beschleunigt werden, wenn ein relativ langsamer „on-the-fly" Zugriff auf Darstellungsdienste mit Mechanismen zum Zwischenspeichern (Caching) von Daten auf zwischen geschalteten Servern auf der Nutzerseite begegnet wird.


Nutzen von lokalen Geodaten aus Downloaddiensten

Bei Downloaddiensten ist neben der Zeit für den tatsächlichen Download der Vektor- oder Rasterinformationen zu berücksichtigen, ob nach dem Download noch Konvertierungen durchzuführen sind und in welcher Zeit sie bei Bedarf durchgeführt werden können. Vektordaten werden meist in unterschiedlichen Versionen von GML (Geography Markup Language) abgegeben. Diese Dateien müssen in das vom eigenen GIS verwendete Dateiformat umgewandelt werden, was jedoch inzwischen oft per Knopfdruck möglich ist. Rasterdaten können in der Regel in dem Format abgerufen werden, in dem sie benötigt werden.

Grundsätzlich sollten Sie als Nutzer kritisch prüfen, wann Sie lokale Daten für Ihre Aufgabenerledigung nutzen oder aber auf einen Darstellungsdienst zurückgreifen können. Als Datennutzer werden Sie in jedem Falle unabhängiger von den durch den Datenanbieter festgesetzten Lieferterminen für Geodaten per Datenträger. Das bedeutet einen klaren Vorteil für Ihr Projekt.

In unserem Leitfaden „Verwenden von lokalen Geodaten oder Benutzen von Geodaten aus OGC-Diensten" stellen wir Ihnen vor, wie die unterschiedlichen Dienstetypen zusammen eingesetzt werden können und welche sonstigen Fähigkeiten OGC-Dienste Ihnen darüber hinaus anbieten. Sie werden in Zukunft in vielen Fällen auf eine kostenintensive lokale Datenhaltung „fremder" Geodaten verzichten können.


 

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