Geodateninfrastruktur Niedersachsen (GDI-NI) klar

Funktionsweise

OGC-Schnittstellen dienen dem Austausch von Daten über ein Netzwerk. Dabei verbleiben die Originaldaten stets beim Datenhalter. Eine Schnittstelle basiert auf bestimmten festgelegten Regeln sowohl auf der Anbieter als auch auf der Nutzerseite. Die Regeln richten sich nach den Vorgaben des OGC.

Die Originaldaten verbleiben stets beim Datenhalter (Anbieter). Je nach Schnittstelle (WMS, WFS, CSW. etc. ) kann ein Nutzer diese Daten in den meisten Fällen nur abfragen und in sehr speziellen Fällen auch Daten in den Datenbestand des Datenhalters zurückschreiben.

Eine Schnittstelle basiert auf bestimmten festgelegten Regeln sowohl auf der Anbieter- als auch auf der Nutzerseite. Bei OGC-Schnittstellen erfolgt diese Festlegung von Regeln mit der Auszeichnungssprache XML. Dateien im XML-Format liegen in Textform vor, so dass man sich die Dateien mit jedem gängigen Editor anzeigen lassen kann. Die Regeln, nach denen die Kommunikation über eine Schnittstelle läuft, richten sich nach den Vorgaben des OGC für den jeweiligen Standard.

Dadurch, dass der Anbieter bei der Datenbereitstellung bestimmte Regeln einhält, die auch durch den Nutzer bei der Datenabfrage befolgt werden, ist eine einvernehmliche Kommunikation über die Schnittstelle möglich. Der Nutzer fragt den Anbieter beispielsweise, ob er eine bestimmte Karte besitzt (GetCapabilities). Sofern dies der Fall ist, möchte der Nutzer sich die Karte anschauen und formuliert seine Anfrage gemäß den fest vereinbarten Regeln des OGC an den Datenhalter (GetMap). Der Anbieter reagiert, indem er die gewünschte Karte gemäß der vereinbarten Regeln des OGC ausliefert. Es ist auch möglich, dass der Nutzer eine bestimmte Sachinformation über die Schnittstelle anfragt (GetFeatureInfo). Der Anbieter schaut dann nach, ob diese Information vorrätig ist und liefert sie entweder aus oder teilt dem Nutzer mit, dass die Information nicht abgerufen werden kann. Der Anbieter hat das Recht, einem Nutzer eine bestimmte Anfrage zu verweigern, wenn der Anbieter der Ansicht ist, dass eine Informationsherausgabe an diesen Nutzer z. B. nicht mit den Nutzungsbedingungen für diese Geodaten in Einklang steht.


Kommunikation per Request (Anfrage) und Response (Antwort)

Die Kommunikation zwischen dem Anbieter und Nutzer läuft über sogenannte „Requests" ab. Requests sind speziell formulierte Anfragen, die zu Testzwecken in die URL-Adress-Zeile eines Browsers getippt werden können. Der Anfrage gegenüber steht der „Response", also die Antwort, die als Datei im Browserfenster ausgeliefert wird.

Da es generell für Menschen schwierig ist, solche Requests und Responses direkt zu verstehen, gibt es in der Regel sowohl auf der Anbieter- als auch auf der Nutzerseite Softwareprogramme (Applikationen), die z.B. eine leichter handhabbare Oberfläche besitzen, mit der dann diese Requests und Responses erzeugt werden können. Auf Nutzerseite sind dies in der Regel „Kartenviewer" oder „GIS-Software". Auf der Seite des Datenanbieters stehen Softwareprodukte, die in der Lage sind, eine OGC-Schnittstelle mit Geodaten zu befüllen.

Detaillierte Informationen zu der OGC-Schnittstelle WMS finden Sie unter dem Menüpunkt „Allgemeine Informationen / Downloads / Leitfäden und Checklisten". Es handelt sich hier um die beiden Leitfäden „Wie funktioniert ein WebMapService (WMS?)", der für Einsteiger gedacht ist und „Formulieren von Anfragen an einen WebMapService (WMS)", der sich eher an Nutzer richtet, die tiefer in die Materie einsteigen möchten. Beide Leitfäden bauen aufeinander auf.


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