Geodateninfrastruktur Niedersachsen (GDI-NI) klar

Newsletter 3/ 2010 vom 16. Dezember 2010

Frohe Weihnachten

Bildrechte: Web

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

kurz vor Jahresschluss möchten wir Sie mit diesem Newsletter zu den Themen rund um die GDI und INSPIRE informieren.
Der erste wichtige INSPIRE Meilenstein - der 03.12.2010 - mit der Verpflichtung, Metadaten für die Themen des Annex I und II vorzuhalten, ist erreicht. Ab jetzt müssen für alle Datenbestände, die als INSPIRE relevant identifiziert werden, Metadaten bereitgestellt werden. Die Koordinierungsstelle bietet Ihnen hierzu eine kostenfreie Metadatenerfassung an. Ebenso berichten wir über das Monitoring der EU. Das nächste Monitoring steht bereits wieder bevor, obwohl wir das letzte erst jetzt in einer EU-weiten Gesamtbetrachtung bewerten können.

Wir möchten uns bei allen bedanken, mit denen wir im Jahr 2010 zusammengearbeitet haben und wünschen Ihnen eine besinnliche Vorweihnachtszeit und einen guten (und unfallfreien) Rutsch ins neue Jahr und viel Spaß beim Lesen!

Metadatenmanagement im Geodatenportal

Geodateninfrastruktur Niedersachsen

Bildrechte: GDI-NI

Die Koordinierungsstelle GDI-NI wird Ende Januar 2011 eine Applikation für das Metadatenmanagement im Geodatenportal zur Verfügung zu stellen. Die Software basiert auf GeoNetwork Opensource 2.6.0 und steht allen öffentlich-rechtlichen Körperschaften im Land Niedersachsen für die kostenfreie Metadatenerfassung zur Verfügung. Es können sowohl interne als auch im Internet verfügbare Metadaten vorgehalten werden. Ein Import und Export von Metadaten ist möglich. Nutzung und Zugang für die Anwendung beantragen Sie direkt bei der Koordinierungsstelle GDI-NI. Möchten Sie stattdessen selbst GeoNetwork Opensource als Metadatenkomponente in Betrieb nehmen, sind Konfigurationshinweise bei uns auf Anfrage erhältlich.

Bitte beachten Sie, dass Ihre INSPIRE relevanten Metadaten des Annex I und II bis Dezember 2010 vorliegen müssen. Melden Sie CSW-Schnittstellen eigener Metadatensysteme fristgerecht bis Anfang Mai 2011 der Koordinierungsstelle GDI-NI.


Niedersächsisches Bodeninformationssystem (NIBIS®)

Niedersächsisches Bodeninformationssystem NIBIS

Bildrechte: LBEG

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) stellt den neuen NIBIS® Kartenserver vor. Damit ergeben sich ab sofort neue Internetadressen für sämtliche Kartendienste des LBEG.

Während Datenangebot und Funktion von NIBIS® im Wesentlichen gleich geblieben sind, wurde das Fachinformationssystem auf eine komfortable Mausbedienung umgestellt.

Neu ist das in dieser Form einzigartige Fachprogramm "Auswertung 3D Modell", mit dem dynamisch Schnitte aus einem geologischen Untergrundmodell erzeugt werden können. Das Untergrundmodell reicht bis in Tiefen von ca. 5 km. Ein Vortrag zu dieser Anwendung ist im Rahmen des GEOSUM-Workshops der niedersächsischen Umweltverwaltung am 23.11.2010 von Herrn Dr. Bombien gehalten worden. Die Folien dieses Vortrags sowie alle weiteren Präsentationen des Tages finden Sie auf der Webseite des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz.




Niedersächsisches Geodateninfrastrukturgesetz (NGDIG)


Landtag Niedersachsen

Bildrechte: Landtag

Der Niedersächsische Landtag hat in seiner Sitzung vom 07.12.2010 das Niedersächsische Geodateninfrastrukturgesetz (NGDIG) beschlossen. Die Inhalte des Gesetzes sind nahezu deckungsgleich mit dem Runderlass des MI vom 13.07.2010 „GeodateninfrastrukturVV NI". Zusätzlich sind einige Änderungen im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens eingeflossen.

Den letzten Stand der Beratung finden Sie als Drucksache 16-3104 auf den Seiten des Niedersächsischen Landtages. Das Gesetz wird in Kürze Eingang in die Sammlung niedersächsischer Gesetze und Verordnungen finden.



Geodätischer Parameterdienst Version 7.6 (EPSG-Registry)

Unter der URL http://www.epsg-registry.org stellt die Internationale Vereinigung der Öl- und Gasproduzenten (OGP) die Version 7.6 der EPSG-Code Liste in Form einer Registry zur Verfügung. Neben Anpassungen für weitere Staaten ergeben sich auch Änderungen für europäische Länder, wie Finnland, Italien, Spanien und Deutschland. Eine ausführliche Anleitung zur Verwendung der Registry finden Sie hier: http://www.epsg.org/guides/G7-3.html.

Die vollständige Liste aller Definitionen der Koordinatenreferenzsysteme können Sie zudem weiterhin als MS Access-Datenbank von der Webseite http://www.epsg.org/ kostenfrei herunterladen.


Datenschutz-Kodex für Geodaten-Dienste

Im Rahmen des Spitzengesprächs am 20. September 2010 hat der Bundesinnenminister die Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche gebeten, bis zum 7. Dezember 2010 einen Datenschutz-Kodex zu u.a. Google Street View vorzulegen, der Anbietern und Nutzern Anhalt bietet und transparente und nutzerfreundliche Konfliktlösungsmechanismen festlegt. Die Vorlage des BITKOM e.V. finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums des Innern (BMI).

Gleichzeitig wird vom BMI eine Gesetzesinitiative angekündigt, die den Schutz vor besonders schweren Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Internet verbessern soll:


Rechtliche Betrachtung der Google Street View-Debatte

Das Institut für Rechtsinformatik der Leibniz Universität Hannover hat für Google Germany ein Rechtsgutachten bezüglich Google Street View erstellt. Herr Prof. Dr. Nikolaus Forgo hat im Rahmen des Geodätischen Kolloquiums am 30.11.2010 an der Universität Hannover einen Vortrag mit dem Titel „Risiken und Nebenwirkungen der Google Street View-Debatte" gehalten. Nach Rechtsauffassung des Instituts für Rechtsinformatik ist die Bereitstellung von Bildern von Häuserfronten derzeit datenschutzrechtlich nicht relevant, da keine personenbezogenen Daten verarbeitet werden.

Die Vortragsfolien sowie eine Zusammenfassung des Gutachtens sind beim Institut für Rechtsinformatik zu finden.


Umweltbundesamt Veröffentlichungen: Umweltinformationssysteme

Umweltbundesamt

Bildrechte: UBA

Das Umweltbundesamt bietet eine umfangreiche Veröffentlichung an: „Umweltinformationssysteme - Datenanforderungen und Informationsgewinnung zum Themenbereich Umwelt und Gesundheit".

Vorgestellt werden unter anderem Fachinformationssysteme zu den Themen Waldmonitoring, ökologische Baustoffinformation, Biozide, Vorhersage von umweltbedingten Gesundheitsgefährdungen, Recherche von Umwelt- und Geodaten mittels semantischer Technologien. Die Veröffentlichung steht auf der Webseite des Umweltbundesamtes zum Download bereit.


Rückschau INSPIRE Monitoring und Reporting 2010

INSPIRE Monitoring 2009  
Quelle: Kst. GDI-DE
Bildrechte: Kst. GDI-DE

Die Ergebnisse des Monitorings vom Mai dieses Jahres wurden auf der INSPIRE Homepage veröffentlicht. Interessierte können sich den Bericht eines jedes Mitgliedslandes herunterladen und im Exceldokument unter der Rubrik Indikatoren die Anzahl der gemeldeten Datensätze und Dienste des jeweiligen Landes herauslesen.

Während einige Länder gar keine Daten gemeldet haben (Italien, Zypern und Litauen), ist hinsichtlich der Meldungen Spanien mit ca. 2700 Datensätzen zu allen drei Annex-Themen der Spitzenreiter, gefolgt von Deutschland mit 600 Meldungen nur für Annex I. Bulgarien hat z.B. ausschließlich Datensätze für Anhang III gemeldet. Insgesamt ist das Bild der Meldungen sehr inhomogen.


Auch innerhalb Deutschlands ist das Bild der gemeldeten Datensätze sehr uneinheitlich. In einigen Bundesländern hat eine doppelte Meldung von Datensätzen z.B. auf Bund- und Länder-Ebene, sowie auf Land- und kommunaler Ebene stattgefunden. Aus diesem Grund werden derzeit Prüfkriterien von der Koordinierungsstelle GDI-DE erarbeitet, mit Hilfe derer das Monitoring von 2010 hinsichtlich Plausibilität, Flächendeckung und Redundanz der Meldungen verbessert wird.


Vorschau INSPIRE Monitoring und Reporting 2011

Der Termin für die Meldung von Datensätzen für das INSPIRE-Monitoring 2011 ist der 15. Mai. Die Meldungen vom letzten Jahr werden dafür zunächst anhand der Mitte Januar 2011 von der Koordinierungsstelle GDI-DE ausgesprochenen Empfehlung auf Plausibilität, Flächendeckung und Redundanz hin geprüft. Die Koordinierungsstelle GDI-NI wird die betroffenen Geodatenhalter informieren, um die konsolidierten Daten ihrerseits fristgerecht zum 15. März an die Koordinierungsstelle GDI-DE melden zu können.


Neue Informations- und Arbeitsplattform der GDI-DE

Die GDI Deutschland hat eine neue Wissensplattform im Internet zum Bereitstellen von Informationen und dem Austausch von Dokumenten, sowie einem Diskussionsforum eingerichtet. Neben den öffentlich zugänglichen Bereichen, in denen Sie sich über die Themen INSPIRE und GDI in Deutschland informieren und online austauschen können, gibt zusätzlich einen geschützten Bereich, in dem die Arbeitsgruppen der GDI-DE eigene Dokumente und Arbeitsergebnisse führen. Für registrierte Nutzer besteht zudem die Möglichkeit, sich über Änderungen der Inhalte automatisch benachrichtigen zu lassen.
Sie können sich auf der Webplattform registrieren und ein Nutzerkonto einrichten. Arbeitsplatteform der GDI-DE: https://network.gdi-de.org


Architekturkonzept der GDI-DE

GDI-DE

Bildrechte: GDI-DE

Der Arbeitskreis Architektur der GDI-DE hat das Architekturkonzept in der Version 2.0 auf der INTERGEO® Anfang Oktober vorgestellt. Hier werden unter anderem die Standards für Formate, Dienste und Sicherungsmechanismen, die im Rahmen der GDI in Deutschland einzuhalten sind, vereinbart.




Verwaltungsmodernisierung Stufe 3: GLL, SLA und LGN werden Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGLN)

Landtag Niedersachsen

Bildrechte: Landtag Niedersachsen
Die Niedersächsische Landesregierung hat in ihrer Sitzung am 09.11.2010 beschlossen, zum 01.01.2011 das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen zu errichten. Der Hauptsitz des neuen Landesamtes ist Hannover. Die Standorte der bisherigen Behörden für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) bleiben erhalten. Das Servicezentrum Landentwicklung und Agrarförderung (SLA) wird als eigener Geschäftsbereich eingegliedert. Die LGLN nimmt ab sofort die Aufgaben der oberen Flurbereinigungsbehörde nach dem Flurbereinigungsgesetz wahr. Die LGN wird als unselbständiger Teil des LGLN als Landesbetrieb nach § 26 LHO innerhalb der LGLN errichtet.
Die Koordinierungsstelle GDI-NI erreichen Sie weiterhin wie gewohnt. Über die zukünftigen Änderungen der E-Mail-Adressen werden wir sie zeitnah informieren.



In eigener Sache

Die Koordinierungsstelle GDI-NI verabschiedet sich vom 24.12.2010 - 02.01.2011 in die Weihnachtsferien. In dieser Zeit ist die eigene telefonische Hotline nicht besetzt. Im neuen Jahr sind wir ab dem 03.01. wieder wie gewohnt für Sie erreichbar. E-Mails an die Koordinierungsstelle GDI-NI werden gesammelt und ab 03.01.2011 wieder bearbeitet.

----------------------------------------------------------------------------------------------

Haben Sie Fragen zur Geodateninfrastruktur Niedersachsen?
Sind Geodaten, die Sie benötigen, nicht im Geodatenportal zu finden?

Dann schreiben Sie uns doch eine E-Mail mit ihren Wünschen und Anregungen an:
gdi@lgn.niedersachsen.de

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Koordinierungsstelle GDI-NI

bei der Landesvermessung und Geobasisinformation Niedersachsen (LGN)

Podbielskistraße 331
30659 Hannover

Telefon: +49 511 64609-444
Telefax: +49 511 64609-161
E-Mail: gdi@lgn.niedersachsen.de


Geodateninfrastruktur Niedersachsen (GDI-NI)

Über folgenden Link können Sie den Newsletter im pdf-Format downloaden.

16.12.2010

Artikel-Informationen

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln